In Trebgast war wieder die Strohberta unterwegs
26.12.2024

Es war wieder ein langer Tag für die „Strohberta“. Als der Bayerische Rundfunk um 6.30 Uhr die Hörer über das Treiben der zehn jungen Burschen im oberfränkischen Trebgast informierte, waren die am Heiligen Abend schon eine Stunde vorher an ihrem „Arbeitsplatz“ mit den Vorbereitungen für ihren traditionellen Umzug beschäftigt.
So konnte nach dem obligatorischen Foto für die Strohberta-Chronik der Abmarsch wie geplant um 10 Uhr beginnen. Mit einem vielstimmigen „Struuhberta, Christkindla, Schlootfeger“ setzte sich der Tross lärmend in Richtung oberes Dorf in Bewegung, wo er im Biergarten der heimischen Brauerei von vielen Frühschöpplern bereits erwartet wurde.
Das Christkind verteilt bunte Erbsen, und die schwarze Farbe, die der Schlotfeger jedem ins Gesicht schmiert, der ihm zu nahe kommt, soll Glück bringen.
Am Sportgelände erfolgte über den Trebgast-Bach der Wechsel vom westlichen in den östlichen Teil des Ortes. Um 22 Uhr ist die Truppe – mehr oder weniger erschöpft – wieder an ihrem Ausgangspunkt in der Grundschule angekommen. Nach rund einer Stunde sind dann alle wieder in „zivil“. Trotz der Anstrengung spürt man ihren Willen und ihren Gemeinschaftsgeist, diese Tradition auch am nächsten Heiligen Abend beizubehalten und wieder in ihre Rollen zu schlüpfen.
Premiere für Adrian Lauterbach
Vor allem für die „Berta“ (Adrian Lauterbach) war das dieses Jahr eine neue Erfahrung, denn die letztjährige Hauptfigur (Tobias Fischer) ging nach vierjähriger Tätigkeit in „Frührente“. Aber der Wechsel funktionierte reibungslos. Das Assistenz-Team der freiwilligen Helfer leistete beim stundenlangen Einbinden und beim Ankleiden – sitzt der BH beim Fraala richtig? – und Schminken – beim Christkindla muss auf die Perücke und das Rouge im Gesicht besonders geachtet werden! – ganze Arbeit.So konnte nach dem obligatorischen Foto für die Strohberta-Chronik der Abmarsch wie geplant um 10 Uhr beginnen. Mit einem vielstimmigen „Struuhberta, Christkindla, Schlootfeger“ setzte sich der Tross lärmend in Richtung oberes Dorf in Bewegung, wo er im Biergarten der heimischen Brauerei von vielen Frühschöpplern bereits erwartet wurde.
Etwas Stroh für vollen Geldbeutel
Besonders beliebt ist es, etwas Stroh aus dem Gewand der Strohberta zu zupfen. Das sollte man im Portemonnaie aufbewahren, damit das Geld im neuen Jahr nicht ausgeht.Das Christkind verteilt bunte Erbsen, und die schwarze Farbe, die der Schlotfeger jedem ins Gesicht schmiert, der ihm zu nahe kommt, soll Glück bringen.
Am Sportgelände erfolgte über den Trebgast-Bach der Wechsel vom westlichen in den östlichen Teil des Ortes. Um 22 Uhr ist die Truppe – mehr oder weniger erschöpft – wieder an ihrem Ausgangspunkt in der Grundschule angekommen. Nach rund einer Stunde sind dann alle wieder in „zivil“. Trotz der Anstrengung spürt man ihren Willen und ihren Gemeinschaftsgeist, diese Tradition auch am nächsten Heiligen Abend beizubehalten und wieder in ihre Rollen zu schlüpfen.
Bayrische Rundschau | Dieter Hübner

